Nach einem vor Jahren durchgeführten Besuch im Düsseldorfer Meilenwerk gelang es unserem Schatzmeister im August nochmals, einen großen Teil der Mitglieder auf die andere Rheinseite zu locken, um in der Landeshauptstadt nun einmal den Aquazoo zu besichtigen.
Begrüßt wurde die fast 50köpfige MAC-Delegation, zu der dieses Mal auch unsere Damen und Enkelkinder zählten, vom Chef des Hauses, Dr. Wolfgang Gettmann. Er kam in Begleitung seines Ziehkindes, Kurzkrallenotter Nemo, der seit der Geburt bei ihm im Haushalt lebt und einer größeren Öffentlichkeit bereits von diversen Fernsehauftritten und Zeitungsberichten bekannt ist. Stilecht war unser Präsident für den Fototermin mit seinem Porsche 356 angereist. Aber Nemo zog die gewohnte Schulter seines Herrchens dem weniger vertrauten Cabriolet-Verdeck vor.
Danach gab es noch eine Fütterung mit rohem Fisch für die Kameras sowie ausführliche Erläuterungen zur Entstehungsgeschichte des Zoos. Dabei erfuhr sogar der Kölner Zoo eine angemessene Würdigung. Bevor sich Fernsehstar und Herrchen verabschiedeten und die Führung an 3 jüngere Mitarbeiter(innen) der zoologischen Ausbildungsabteilung übergaben, bedankte sich der MAC mit der TdW Plakette 2009. Sie wird lt. Dr. Gettmann einen Platz im Museum erhalten, so wie der MAC Besuch auch Erwähnung in einer der nächsten Ausgaben der hauseigenen Zeitung „Aquarius“ finden soll.
In drei kleinen Gruppen ging es dann ins Innere des Zoos, genauer gesagt hinter die Kulissen. In einem Labyrinth aus Rohren, Schläuchen und Absperrventilen gab es zunächst eine Erklärung über die Anreicherung des Düsseldorfer Stadtwassers zu überlebenstauglichem Süß- oder Salzwasser, das natürlich aus regelmäßig ausgetauscht werden muss. Danach ermöglichten uns unsere hoch motivierten Führer nicht nur Schlangen, Echsen oder sogar eine gut behaarte Vogelspinne zu streicheln, sondern auch einem ausgewachsenen Tintenfisch einmal die Noppenarme zu schütteln. Seine Freude hierüber äußerte dieser spielerisch mit klatschenden und umherspritzenden Schlägen auf die Wasseroberfläche seines relativ kleinen Beckens, um danach zufrieden abzutauchen. Diese Tierart zeichnet sich angabegemäß durch eine unvergleichlich hohe Intelligenz aus, und das nicht erst seit eine Krake die Siegerteams der letzten Fußball-Europameisterschaft präzise vorhergesagt hat.
Bei derartigen „hautnahen“ Einlagen hielt sich die Zahl der Freiwilligen in überschaubaren Grenzen und es blieb ausreichend Zeit, in der Tropenabteilung von der Fledermaus bis zum Schnappkrokodil auch die Tiere zu beobachten, die nicht den ganzen Tag im Wasser leben. Ein letzter Blick auf in der Mauser befindliche Pinguine beendete die 45minütige Führung.
Das übliche Abendessen fand im nahe und unmittelbar am Rhein gelegenen Restaurant „Schnellenburg“ statt, dessen Besitzer seit ein paar Jahren mit seinem prachtvollen Borgward Cabriolet regelmäßig am TdW und der von unserem Fahrtleiter ebenfalls jährlich am Niederrhein ausgerichteten Spargelausfahrt teilnimmt. Die Biertrinker sahen es seiner geschäftsführenden Schwiegertochter daher nach, dass sie dieses Mal auf das gewohnte Kölsch verzichten mussten.
Mit neuen Eindrücken und vollem Magen ging es am späten Abend wieder in die Heimat auf der gewohnte Rheinseite. |